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Smart-City-Design

Future Games

Computerspiele sind weit mehr als Spielzeuge oder Unterhaltung. Sie haben nicht nur Kultstatus – sie haben auch das Zeug dazu, die Zukunft lebenswerter zu machen. Wenn man sie als Werkzeug benutzt, um Projekte Wirklichkeit werden zu lassen.

Spielerisch zur Traumstadt

In ihrem TED-Talk erklärt die Game-Designerin Karoliina Korppoo, wie Offenheit und Innovationsgeist dazu beitragen, neue Wege zu gehen und neue Lösungen zu finden.

Assasis Creed; Copyright by Ubisoft

Aus virtuell wird Wirklichkeit

Die Computerspiele von heute sehen der Realität immer ähnlicher. Der beste Beweis dafür: In den Nachrichten zeigte eine Redaktion versehentlich die Kulissen einer beliebten Gaming-Serie anstatt Bilder einer Stadt.

Computerspiele als Inspiration

Computerspiele dienen der Unterhaltung und bieten den Reiz fremder Welten. Damit erfüllen sie ein ganz konkretes Bedürfnis der Spieler. Ihr Einfluss auf den Menschen schaltet sich jedoch nicht zusammen mit dem Rechner oder der Konsole aus. Sie regen die Fantasie an, hinterlassen Bilder und wecken Ideen.

Bildwelten greifen ineinander

Die Wirkung von Spielen reicht heutzutage sogar bis in die Planungssoftware von Architekten und Städteplanern hinein. Viele dieser Programme laufen schon heute mit Game-Engines, also der Basis für die visuelle Darstellung von Computerspielen. Das Potenzial ist aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Software tradiert oft noch Altbekanntes – Bilder und Modelle, die auch schon vor der digitalen Ära die Planung bestimmten. Apps und Simulationen könnten eine noch grössere Rolle spielen, sobald sie umfassend eingesetzt werden und bei der breiten Bevölkerung ankommen. Trotzdem ist schon jetzt klar: Die Kombination von Digitalisierung und Bauwesen ist bereits Realität.

Eine Stadt mit 1000 Gesichtern

Bei Cities: Mit Skylines kann jeder Spieler seiner Stadt ein ganz persönliches Gesicht geben. Das eröffnet Chancen für die Städte und die Gesellschaft der Zukunft.

Copyright by Karoliina Karoppoo

Finnischer Exporterfolg

Karoliina Korppoo ist Teil des Teams, das den Überraschungserfolg «Cities: Skylines» veröffentlicht hat. Kein Wunder, begeisterte sie sich schon früh für SimCity und die historischen City-Builder aus der legendären Spieleschmiede Sierra.

Gegensätze ziehen sich an

Als Abschlussarbeit ihres Kunst- und Kultur-Studiums präsentierte sie ein Kartenspiel mit Rollenspiel-Elementen – der Anfang ihrer Karriere in der Spieleindustrie. Karoliina Korppoo sagt von sich, sie liebe es, ihre Städte in Spielen zu optimieren. Es fasziniere sie, wie öffentlicher Verkehr und Strassen funktionieren. Andererseits begeisterte sie sich schon immer für das Erzählen von Geschichten. Aber wie passt das zusammen: Mikromanagement auf der einen und packende Geschichten auf der anderen Seite?

Computerstädte als künstlerischer Akt

Der Aufbau einer virtuellen Stadt ist auch Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Jedes Gebäude, jedes neue Gebiet ist wie ein Pinselstrich. Auch Karoliina Korppoo schätzt die ruhigen Momente. Das eigene Werk in Bewegung zu sehen, macht einfach Spass und erzählt interessante Geschichten von sich aus. Dies ist auch der Punkt, an dem Storytelling und virtueller Städtebau zusammenfinden.