Medienmitteilung

BIM D’OR 2015: Neues Spital Limmattal ausgezeichnet

Veröffentlicht am 07.10.2015

Beim diesjährigen Wettbewerb BIM D’OR 2015 war das Neubauprojekt Spital Limmattal in Schlieren bei Zürich, welches von der Losinger Marazzi AG entwickelt und realisiert wird, Sieger in der Kategorie internationale Projekte!

Am Mittwoch, 16. September 2015, fand in Paris die Preisverleihung des Wettbewerbs BIM D’OR 2015 für die beste Verwendung der Gebäudedatenmodellierung BIM (Building Information Modeling) und des digitalen Modells statt. Dieser Anlass wurde von Le Moniteur, einem wöchentlich erscheinenden französischen Referenzblatt im Bereich Bau, und dem Magazin Cahiers techniques du bâtiment organisiert. Zum zweiten Jahr in Folge wurden im Rahmen dieses Wettbewerbs Projekte bewertet, welche neue Praktiken rund um das BIM implementierten. Für die zehn Kategorien wurden nicht weniger als 108 Dossiers eingereicht.

Eine digitale Organisation zugunsten des Projektes

In der Kategorie internationale Projekte wurde das Projekt Neubau Spital Limmattal, welches von der Losinger Marazzi AG in Zusammenarbeit mit BFB Architekten aus Zürich und Brunet Saunier Architecture aus Paris entwickelt und realisiert wird, zum Sieger gekürt. Die zentral zugänglichen Daten und der kontinuierliche Informationsfluss zwischen allen Projektplanern wurden dabei von der Jury besonders hervorgehoben. So ermöglicht der 2D-Synthesezyklus, alle Anmerkungen und Änderungen in digitaler Form anzubringen. Dadurch kann die Entwicklung des Projektes laufend nachverfolgt werden. Anhand der 3DSynthese können zudem während der Koordinationssitzungen Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Projektpartnern ausgemacht und eliminiert werden: Architekten (BFB Architekten aus Zürich und Brunet Saunier Architecture aus Paris), Tiefbauingenieur (BG Ingenieure) und Heizung Lüftung Klima SanitärIngenieur HLKS (Hans Abicht).

Building Information Modeling

Die Gebäudedatenmodellierung BIM markiert den Auftakt zur globalen Digitalisierung der Welt des Bauens. Damit wird eine neue Qualität des Austauschs ermöglicht. Alle Beteiligten bei der Planung und Ausführung arbeiten zur selben Zeit am selben Prozess. Sie haben Zugriff auf die gleichen, immer aktuellen Daten ohne Redundanzen. Das heisst, sie sprechen die gleiche Sprache. Die Gebäudedatenmodellierung BIM geht einen Schritt weiter als klassische CAD-Programme. Sie ermöglicht die Darstellung des Projektes in zusätzlichen Dimensionen (thermisch, seismologisch, nachhaltige Projektierung usw.) und die Planung der Baustellenorganisation im Hinblick auf Baustoffe, Material, Human Resources usw. Man spricht von 3D, 4D1 , 5D2 , 6D3 und sogar 7D4.

Bauen vor dem Bauen

Bevor ein Projekt realisiert werden kann, wird es digital gebaut. Das heisst: Konstruktive Fehler werden bei der Projektentwicklung erkannt und eliminiert, bevor sie sich auf die Realisierung auswirken. Der Bauherrschaft kann somit verlässlich zugesichert werden, dass ein Projekt termingerecht und im Kostenrahmen übergeben werden kann. Durch das digitale Baumanagement ist zudem ein kontinuierlicher Soll-Ist-Vergleich möglich. Das Ziel ist es, aufgrund der vollständigen Digitalisierung der Projekte sowie eines kollaborativen Prozesses besser zu planen, besser zu bauen und besser zu betreiben. BIM bedeutet somit Bauen vor dem Bauen.

Die Losinger Marazzi AG ist stark an der Entwicklung des BIM in der Schweiz beteiligt und ist in diesem Kontext seit 2012 – als eines der ersten Mitglieder – an buildingSMART Schweiz, der gemeinsamen Plattform und universelle Sprache der Baubranche, beteiligt. Zudem steht die Totalunternehmung für das Konzept Open BIM ein, welches alle Projektpartner einbindet.

Neubau Spital Limmattal

Das Spital Limmattal ist eines der ersten grossen Bauvorhaben in der Schweiz, das mit der BIM-Technologie realisiert wird. Es handelt sich um ein 215-Millionen-Projekt für 200 Betten, mit einem Gebäudevolumen von 205’000 m3 und einer Geschossfläche von 48’500 m2. Es umfasst zudem acht OP- und Eingriffsräume sowie jeweils 12 IPS/IMC- und 12 Tagesklinik-Plätze. Insgesamt entstehen Behandlungsmöglichkeiten für rund 10’000 stationäre und 60’000 ambulante Patientinnen und Patienten pro Jahr.

Bei der Spitalinfrastruktur kommt die neuste Umwelttechnik zum Einsatz: Moderne Elektro- und Lüftungsanlagen minimieren das Infektionsrisiko. MINERGIE-Bauweise sowie Wärmepumpen und Erdsonden tragen zur Nachhaltigkeit bei.

Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt Neubau Spital Limmattal in Schlieren wurde vom der Totalunternehmung Losinger Marazzi AG in Zusammenarbeit mit den BFB Architekten aus Zürich und Brunet Saunier Architecture aus Paris entwickelt. Die Planung hat im Februar 2012 begonnen; Der symbolische Spatenstich erfolgte im September 2014. Das Spital plant auf Ende 2018 in die neuen Räumlichkeiten umzuziehen.

 

bureaux Losinger Marazzi 2026 54

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