Medienmitteilung
Einweihung «Faubourg 1227»
Am Dienstag, 19. September 2017 fand die offizielle Einweihung des Wohnprojekts «Faubourg 1227» in Carouge (GE) statt. Der Wohnkomplex bestehend aus 106 Wohnungen wurde aufgrund seines nachhaltigen Engagements mit dem Gütesiegel Nature en ville ausgezeichnet. An den Feierlichkeiten nahmen die beiden Staatsräte Antonio Hodgers und Luc Barthassat sowie rund einhundert geladene Gäste teil. Im Anschluss daran fand ein geselliges Abendessen mit den Bewohnern statt.
Anlässlich der offiziellen Einweihung des Wohnprojekts «Faubourg 1227» setzte Losinger Marazzi als Entwickler und TU den letzten Ziegelstein in die Fassade und besiegelte somit symbolisch den Abschluss der Arbeiten. Zu den Teilnehmern der Feierlichkeiten zählten Antonio Hodgers, Staatsrat und DALE1 -Beauftragter, sowie Luc Barthassat, Staatsrat und DETA 2 -Beauftragter, Vertreter ihrer Abteilungen sowie Verwaltungsberater der Stadt Carouge, Vertreter der Sozialwohnungskooperative Habitat Social-Tunnel und das Architekturbüro Nomos. Ausserdem waren Vertreter der Subunternehmer sowie der Partnerunternehmen geladen.
Nach den offiziellen Ansprachen überreichte die Kommission Nature en Ville des Staates Genf (Natur in der Stadt) der Bürgermeisterin von Carouge, Anne Hiltpold, das Gütesiegel Nature en ville. «Faubourg 1227» erfüllt die MINERGIE-ECO Normen und fördert die biologische Vielfalt vor Ort. Dies erfolgt anhand von konkreten Massnahmen wie beispielsweise der Installierung von 210 m2 Photovoltaikplatten zur Wärmeproduktion, einer extensive Bepflanzung und der Installierung eines Nistplatzes für Mauersegler.
Gelungene Stadterneuerung eines ehemaligen Industriestandorts
Die Entwicklung und Planung durch Losinger Marazzi erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Städteplanungsamt der Stadt Carouge und der DALE. Auf diese Weise konnte man vom ursprünglichen Bebauungsplan des Quartiers abweichen und mehr als zwei Jahre Entwicklungszeit gewinnen. Dank dieser hochqualitativen Partnerschaft sowie Rücksprachen mit den Anwohnern konnten die Arbeiten bereits im August 2015 beginnen, um den Stadtbewohnern im Sommer 2017 rund einhundert neue Wohnungen zur Verfügung zu stellen.
Das Projekt «Faubourg 1227» fügt sich perfekt in den Standort des ehemaligen Armaturenwerks Similor ein. Eine wichtige Herausforderung bildete die Sanierung des Standorts; Sie erfolgte im Zuge einer Zusammenarbeit zwischen der GESDEC3 , dem Grundstückbesitzer und Losinger Marazzi zeitgleich mit der Entwicklung und Durchführung des Immobilienprojekts.
«Faubourg 1227» umfasst 83 Wohnungen im Stockwerkeigentum (STWE), 23 kooperative Wohnungen (von öffentlichem Interesse) und 1200 m2 Gewerbeflächen. Der unterirdische Parkplatz und der Fahradunterstand wurden in einem Teil der ehemaligen Similor-Fabrik untergebracht – ein letztes Andenken an die industrielle Vergangenheit des Standorts. Das von Nomos, einem im benachbarten Stadtviertel Les Acacias ansässigen Architekturbüro, sowie vom Genfer Landschaftsarchitekten Atelier ADR entwickelte Projekt ist Teil des kommunalen Leitplans von Carouge. Die durchbrochenen Volumen, grosszügigen Grünflächen sowie die hohe Qualität der öffentlichen Plätze und Begegnungszonen entsprechen dem typischen architektonischen Konzept der Stadt.
Glücksziehung
Neben seiner besonderen Geschichte und Architektur beruht das Projekt «Faubourg 1227» auch bei der Zuteilung von STWE-Wohnungen auf einem neuartigen Konzept. Um dem Wohnungsmangel im Kanton Genf zu begegnen und den Anwohnern einen gerechten Zugang zu STWE-Wohnungen bieten zu können, wurden letztere durch einen Gerichtsvollzieher per Verlosung zugeteilt. «Angesichts der hohen Hypothekenzinsen und der Verknappung des Baulandes in Genf scheint mir diese Vorgehensweise wohl überlegt», so eine Käuferin. Insgesamt standen nämlich rund 900 Personen auf der Warteliste für eine der 83 STWE-Wohnungen.
Der offiziellen Einweihung von «Faubourg 1227» folgte ein geselliges Abendessen, an dem rund 120 Bewohner und ihre Nachbarn teilnahmen. Eine gute Gelegenheit, nachbarschaftlichen Geist zu entwickeln und die Bewohner dabei zu unterstützen, sich besser kennenzulernen.





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