Medienmitteilung
Greencity: Baustart der 235 Genossenschaftswohnungen
Auf die Rechtskraft der Baubewilligungen im April folgte heute Mittag die feierliche Grundsteinlegung der Stiftungs- und Genossenschaftswohnungen in der Greencity in Zürich Süd. Daniel Leupi, Stadtrat und Finanzvorsteher der Stadt Zürich, und über 100 geladene Gäste nahmen an der Zeremonie auf dem Areal teil.
Zum Baustart für die gemeinnützigen Wohnungen wurde eine Kartusche mit Zeitzeugnissen, wie Tageszeitungen, Jahresberichte der Bauträger, Grundrisse, Landkauf-Verträge sowie Fotos der Unterzeichnung gefüllt; Diese wird anschliessend in das erste Fundament des rund 8 Hektar grossen Grundstücks von Greencity einbetoniert. Dem feierlichen Akt wohnten Stadtrat und Finanzvorsteher Daniel Leupi (ebenfalls Stiftungsratspräsident der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien), Vertreter der vier gemeinnützigen Bauträger – die Genossenschaften GBMZ, Hofgarten (geho) und WOGENO Zürich und die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien – sowie der Losinger Marazzi AG und geladene Gäste bei. Mit dieser Grundsteinlegung kann der offizielle Baustart in der Greencity nun erfolgen – die Vision wird Realität.
Leuchtturmprojekt für Zürich
Greencity gilt als Leuchtturmprojekt für die Stadt Zürich. Das vom Trägerverein Energiestadt bereits zum zweiten Mal mit dem 2’000-Watt-Areal-Zertifikat ausgezeichnete Projekt hat sich auch bezüglich der sozialen Durchmischung und der Mobilität den Prinzipien der Nachhaltigkeit verpflichtet. Stadtrat Daniel Leupi sagte in seiner Ansprache: „Projekte wie Greencity zeigen, dass die 2’000-Watt-Gesellschaft kein Hirngespinst von Politikern ist, sondern konkret funktioniert und realisierbar ist. Hier entsteht eine Wohnund Arbeitsumgebung, die eine hohe Lebensqualität mit nachhaltigem und umweltfreundlichen Handeln verbindet.“
Gemeinsame Vision
Die Projektentwicklerin und Totalunternehmung Losinger Marazzi AG und die beteiligten Genossenschaften GBMZ, Hofgarten (geho) und WOGENO Zürich sowie die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien verbindet mit dem Projekt Greencity eine gemeinsame Vision: mit nachhaltigen Ideen zukunftsfähige und lebenswerte Wohnräume zu gestalten. Bis Mitte 2017 werden, verteilt auf drei Wohngebäude, die 235 neuen Wohnungen sowie kleine und mittelgrosse Gewerberäume bezugsbereit sein.
Felix Bosshard, Präsident der GBMZ, bemerkte: „Die Baugenossenschaft GBMZ stellt mehr als 2'000 Menschen bezahlbaren Wohn- und Lebensraum zur Verfügung. Dies ist uns nicht genug, wir möchten weiteren Wohnraum für diejenigen Menschen schaffen, welche durch die prekäre Wohnsituation in Zürich an ihre finanziellen Grenzen stossen. Das Projekt Greencity hat uns vor allem aufgrund des durchdachten Nachhaltigkeitskonzeptes angesprochen. So ermöglichen beispielsweise die autofreien und temporeduzierten Zonen im neuen Quartier sowie die hervorragende Anbindung an die Sihltalbahn und ein gut ausgebauter Fahrradweg in die City den zukünftigen Bewohnern und Nutzern, ihre Mobilität umweltfreundlich zu gestalten. Der Bau einer neuen Siedlung auf diesem Areal erachtet die GBMZ deshalb als ideale Erweiterung ihres Wohnungsangebotes."
Auf dem Baufeld A1 entlang der Allmendstrasse bauen die beiden Genossenschaften WOGENO Zürich und Hofgarten (geho) je 62 und 24 Wohnungen sowie 7 Gewerberäume. Weitere 44 Wohneinheiten sowie ein Gewerberaum für eine Gastronutzung baut die geho auf dem Baufeld B3 Süd am neuen Spinnereiplatz. Auf dem dritten Baufeld B4 Süd realisieren die Genossenschaft GBMZ und die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien der Stadt Zürich 85 beziehungsweise 20 Wohnungen, hier werden zusätzliche Räume für eine Kinderkrippe erstellt.
Laut Milena Ragaz, Präsidentin Genossenschaft Hofgarten (geho): „Als mittelgrosse Baugenossenschaft möchten wir unser Angebot erweitern und beispielsweise mit dem Neubau auf dem Baufeld A1 für uns neue Mietersegmente ansprechen: Singles und urbane Paare, aber auch kleine Wohngemeinschaften finden in diesem Neubau attraktive Wohnungen vor. Das neue Gebäude auf dem Baufeld B3 Süd denkt noch einen Schritt weiter. Neben klassischen Familienwohnungen gibt es Angebote für Patchwork-Familien und Mehrgenerationenwohnen ausserhalb des herkömmlichen Familienmodells. In beiden Gebäuden entstehen auch kleine und mittelgrosse Gewerberäume, die wie die Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete an Unternehmen vermietet werden.“
Anita Schlegel, Geschäftsführerin Wogeno Zürich, ergänzt: „Die WOGENO engagiert sich in Greencity um weitere Räume zu schaffen, damit ein zukunftsweisendes Wohnen und Arbeiten in einer offenen Gemeinschaft gelebt werden kann. Die WOGENO wächst verantwortungsbewusst und expandiert in sinnvolle, nachhaltig nutzbare Wohn- und Arbeitsräume. So ermöglicht sie ihren Mitgliedern in ihren Liegenschaften sicheres, selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten.“
Etappenweise Projektplanung
Die Totalunternehmung Losinger Marazzi AG plant das neue nachhaltige Quartier Greencity etappenweise bis 2020 fertigzustellen. Insgesamt entstehen rund 740 Wohnungen, aufgeteilt in ca. 220 Mietwohnungen, 290 Wohnungen im Stockwerkeigentum und 235 Wohnungen der Genossenschaften. 60 Mietwohnungen sind für das Wohnen in Alter vorgesehen.
Für die Gebäude von Greencity Offices liegen inzwischen die Baubewilligungen auch vor. Mit rund 3'000 Arbeitsplätzen bieten sie Unternehmen aller Grössen einen attraktiven Standort mit raschen Verbindungen zum Zürcher Hauptbahnhof und mit Anschluss an das Autobahnnetz.
Philippe Bernard, Leiter der Region Nordostschweiz der Losinger Marazzi AG, betonte: „Für uns als Projektentwicklerin und Totalunternehmung ist die Grundsteinlegung ein ganz besonderer Tag: Das nachhaltige Quartier Greencity, welches sich konsequent nach den Zielbestimmungen der 2000-WattGesellschaft richtet, wird heute Realität. Seit vielen Jahren ist die nachhaltige Entwicklung und Realisierung von Arealen eine Kernstrategie unseres Unternehmens. Wir wollen somit dazu beitragen, energieeffiziente und lebendige Stadtteile mit Schulen, Geschäften und einer sozialen Durchmischung zu entwickeln.“

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